Sie ist beim "Standard-Au-pair"
folgendermaßen geregelt: das Au-pair arbeitet fünf bis sechs Stunden
am Tag, maximal dreißig Stunden in der Woche. Mindestens 1.5
zusammenhängende Tage in der Woche sind frei, die übrige Freizeit verteilt
sich auf die anderen Wochentage, wobei dem Au-pair Gelegenheit gegeben
werden sollte, seine Sprachkurse oder Aktivitäten im Rahmen der
"kulturellen Weiterbildung" zu absolvieren. Mindestens ein Mal
im Monat muss der freie Tag auf einen Sonntag fallen.
Auch für eine
eventuelle Ausübung des Gottesdienstes muss die Familie Freizeit gewähren.
In welchen Zeitraum genau die tägliche Arbeitszeit des Au-pairs fällt,
hängt von den Lebensgewohnheiten der Gastfamilie ab. Es kann also sein,
das ein Au-pair am Morgen 2 Stunden helfen muss, dann Mittags 2 Stunden
helfen muss und dann am Abend noch einmal 2 Stunden helfen muss. Das ist
zwar unglücklich, kann aber vorkommen und ist rechtmäßig. In seltenen
Fällen kann ein Aupair auch mehr als 6 Stunden arbeiten. Es muss jedoch
dafür zu anderen Zeiten ein Freizeitausgleich gegeben werden.
Kost und Logis
Im Gegenzug sorgt die Familie für
die Unterbringung - ein eigenes Zimmer von mindestens 8 Quadratmetern ist zur Verfügung zu stellen -
und lässt das Au pair an den Mahlzeiten teilnehmen. Die Familie
hat die Kosten für die Kosten für eine ausgewogenen Ernährung zu
tragen. Allerdings müssen Sonderwünsche des Aupairs nicht
berücksichtigt werden.
Eine Monatskarte muss nur bezahlt
werden, wenn es im Au-pair-Vertrag aufgenommen worden ist. Nach den Verträgen
unserer Agentur wird nur die Fahrt von und zur Sprachschule von der
Familie bezahlt.
Nachtwachen /
Babysitting
Das Au-pair-Mädchen kann mit bis
zu drei Nachtwachen bzw. Babysitting-Abenden in der Woche beauftragt
werden. Für Eltern ist es oft eine große Erleichterung, wenn sie
abends ausgehen können; allerdings gilt hier ganz besonders der
Grundsatz, dass diese besondere Dienstleistung des Au-pairs nicht überstrapaziert
werden sollte. Klare Absprachen im Vorfeld des Aufenthalts verhindern
auch hier spätere Missstimmungen und Konflikte. Babysitting ist
allerdings Arbeitszeit und muss zu der normalen
Beschäftigungszeit mit hinzugerechnet werden.
Häusliche Arbeiten
Was die Tätigkeit im Haushalt
betrifft, so genießt die Betreuung der Kinder Vorrang. Ein Au-pair-Mädchen
ist keine billige Haushälterin oder Putzkraft! 50% des Zeitaufwandes für
die Hausarbeit und 50 % der Zeit für die Aufsicht der Kinder sind der
Regelfall in deutschen Familien. Das Schwergewicht kann aber deutlich in
die eine oder die andere Richtung verschoben sein.
Sollte eine Familie oder ein Aupair mit
den getroffenen Regelungen nicht zufrieden sein, so empfiehlt sich immer
der Kontakt mit der Au-pair Agentur Dr. Lietz.
Ganz
wichtig: Wenn das Verhältnis in einer Familie nicht so funktioniert wie
es wünschenswert wäre, ist zunächst immer das Gespräch zu suchen.
Bitte nicht warten, bis sich viele Dinge angehäuft haben und es unter
Umständen zum Bruch zwischen Familie und Aupair kommt.